Aktuelles aus dem Brennstoffspiegel

  • 21. Mai: Heizöl deutlich unter 88 Euro

    LEIPZIG. (Ceto) Sowohl Rohöl als auch der Euro führten am ersten Handelstag der neuen Woche einen Seitwärtstanz auf. Minimale Ausschläge nach oben und unten sorgten, verglichen mit den Werten vom Morgen für eine dicke Null. Gegenüber Freitag konnten sich WTI um knapp 40 US-Cent je Barrel und Brent um 1 US-Dollar je Barrel etwas erholen. Ein weiterer Drang nach oben bleibt nicht ausgeschlossen, zumal Rohöl mit den Jahrestiefstwerten vom Ende letzter Woche wieder attraktiv für Anleger wurde.

    Lediglich der Euro spielt nicht ganz mit. Würde er wieder erstarken, wären dem Kaufrausch beim Öl und damit dem Aufwärtsdrang kaum Schranken gesetzt. Doch die Gemeinschaftswährung dümpelt vor sich hin und musste sogar leichte Verluste hinnehmen. Verbraucher in Deutschland bekamen dies noch nicht zu spüren. Heizöl wurde wie schon am Freitag günstiger, aber nicht so stark. Für 100 Liter HEL wurde bei Lieferung von 3000-Litern bundesdurchschnittlich und brutto 87,40 Euro gezahlt, das ist 1,27 Euro weniger als Ende letzter Woche.

    Vom Handel wurde etwas Belebung gemeldet, was allerdings bei der zuvor herrschenden Friedhofsruhe kein Wunder ist. Heizöl ist damit etwas günstiger als zur gleichen Jahreszeit im Rekordjahr 2008, jedoch deutlich teurer als in allen anderen Jahren. Hier dazu die Preise vom jeweiligen 21. Mai der Vorjahre:

    Preis HEL 3.000 Liter am 21.05.2012

    87,40 €

    Preis HEL 3.000 Liter am 21.05.2011

    80,81 €

    Preis HEL 3.000 Liter am 21.05.2010

    65,60 €

    Preis HEL 3.000 Liter am 21.05.2009

    51,40 €

    Preis HEL 3.000 Liter am 21.05.2008

    93,09 €

    Preis HEL 3.000 Liter am 21.05.2007

    57,70 €

    Eine grafische Darstellung der Preisentwicklung für Heizöl EL und Heizöl EL schwefelarm finden Sie hier.

  • Euro stärker, Rohöl stabil, Heizöl wohl unter 88 Euro

    LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölnotierungen zeigen sich im Morgenhandel stabil mit leichtem Aufwärtstrend. Damit schienen die Verluste der vergangenen Woche vorerst gestoppt, als Nordseeöl (Brent) um gut 5 US-Dollar je Barrel nachgab und US-Leichtöl (WTI) um 2,6 Dollar pro Barrel. Die europäische Referenzsorte schielt aktuell in Richtung 108-Dollar-Grenze. Ihr amerikanisches Pendant strebt wieder die 92 Dollar an. Die Schwächung während der vergangenen sieben Tage ist auf den Willen der Saudis zu billigerem Öl, die noch längst nicht überstandene Euro-Krise und gesunkene Ölimporte Chinas im April. Alles Faktoren, die in Summe auf die Rohölnotierungen drücken. Dem gegenüber steht eine absolut sichere und derzeit üppige Versorgung. Der aktuelle Aufwärtstrend ist mehr charttechnischen Korrekturen geschuldet. Die fundamentale Lage bleibt unverändert. Die Verbraucher können also nach dem monatelangen Aufwärtstrend beim Öl zunächst einmal durchatmen.

    Für die deutschen Heizölkunden dürfte diese Entwicklung trotz des teureren Öls Euros günstigere Heizölpreise bedeuten, die sich aktuell rund sechs Euro pro 100 Liter unter den Höchstwerten von Mitte März befinden. Aufgrund des stärkeren Euros, er seit Freitag um 1 US-Cent auf 1,275 US-Dollar zulegte, könnten die Preise sogar unter 88 Euro fallen (gerechnet für 100 Liter bei 3.000 Liter Gesamtabnahmemenge HEL).

    Für alle Ölheizungskunden, die nach dem Winter ihre Bestände auffüllen wollen, ist der Kaufzeitpunkt sicher nicht der schlechteste. Selbst wenn vermutet wird, dass die Rohölnotierungen noch um einige Dollar sinken. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben immer wieder gezeigt: Es zahlt sich oft nicht aus, auf den vermeintlich niedrigsten Preis zu spekulieren. Dazu ist der globale Ölmarkt zu hohen Schwankungen und zu vielen verschiedenen Einflüssen unterworfen.

  • G8 halten Freigabe der Ölreserven offen

    CAMP DAVID. – Wegen drohender Unterbrechungen bei der Ölversorgung insbesondere im nordafrikanischen und nahöstlichen Raum halten sich die G8-Staaten eine Freigabe strategischer Ölreserven ausdrücklich offen. Die acht größten Industrienationen seien bereit, notfalls die Internationale Energieagentur (IEA) einzuschalten, um die vollständige Versorgung der Märkte sicherzustellen. Das teilten die G8-Staaten in Camp David während ihrer aktuellen Tagung mit.

     

  • Gaspreis treibt Erzeugerkosten im April nach oben

    WIESBADEN. - Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im April 2012 um 2,4 % höher als im April 2011. Dies ist die niedrigste Teuerungsrate seit Juni 2010 (damals + 1,7 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat März 2012 leicht um 0,2 %.

    Wie in den Vormonaten wurde die Preisentwicklung bei den Erzeugerpreisen im April 2012 maßgeblich von den Preissteigerungen für Energie bestimmt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war Energie um 4,5 % teurer, was vor allem auf die Entwicklung der Erdgaspreise zurückzuführen ist. Gegenüber dem Vormonat März 2012 stiegen die Energiepreise lediglich um 0,1 %. Ohne Berücksichtigung von Energie erhöhten sich die Erzeugerpreise lediglich um 1,5 % gegenüber April 2011 und um 0,2 % gegenüber März 2012.

    Besondere Preisentwicklungen bei Energie im April 2012


     

    Veränderung in % gegenüber

     

    April 2011

    März 2012

     

    Mineralölerzeugnisse

    8,0

    0,2

     

    darunter:

     

    Leichtes Heizöl

    8,0

    – 2,6

     

    Dieselkraftstoff

    4,4

    – 1,1

     

    Motorenbenzin

    7,0

    1,7

     

    Erdgas (Verteilung)

    13,5

    1,0

     

    darunter:

     

    für Ortsgasversorgungsunternehmen

    16,9

    1,9

     

    für Haushalte

    6,8

    0,1

     

    Elektrischer Strom

    – 4,0

    – 0,6

     

    darunter:

     

    für Weiterverteiler

    – 12,0

    – 2,2

     

    für Haushalte

    3,4

    0,8

     

  • 16. Mai: Heizöl wieder über 89 Euro

    LEIPZIG. (Ceto) Es schmeckte nach einem Gemetzel, was sich seit gestern Nachmittag insbesondere an den Aktienbörsen und beim Euro andeutete. Dort ging es nur abwärts, bis offensichtlich die Notierungen so günstig waren, dass Anleger wieder zuschlugen oder die Lage wegen Griechen, Spaniern oder wem auch immer doch nicht so hoffnungslos sahen, wie manchmal an den Medienhimmel gezaubert.

    Bis zum Nachmittag schaffte es der DAX sogar wieder ins Plus. Der Euro rettete sich deutlich über die Wechselkursgrenze von 1,27 US-Dollar und Öl stabilisierte sich auch. Die amerikanische Referenzsorte US-Leichtöl (WTI) dümpelte zumindest nur um die Morgenwerte, Nordseeöl (Brent) hingegen gewann gut 70 US-Cent je Barrel hinzu, knackt aber immer noch nicht die 112-Dollar-Grenze. Für Erleichterung sorgte in Europa eine geglückt platzierte Anleihe Frankreichs und in den USA positive Konjunkturdaten. So könnte es morgen weitergehen, auch wenn hierzulande sehr männlich gefeiert wird.

    Aufgrund des starken Dollars wiesen die Notierungen hierzulande leicht nach oben. Wie von uns bereits gestern prognostiziert (mehr hier), verlief die Preisbildung dabei unterschiedlich. Im Süden und Südwesten der Republik wurde kräftiger aufgeschlagen, nachdem dies gestern ausblieb. Im Westen und Norden hingegen blieb es vergleichsweise ruhig, so wie beim gesamten Handel überhaupt, wobei hier auch der morgige Feiertag eine Rolle spielen dürfte. Für 100 Liter HEL wurde bei Lieferung von 3000-Litern bundesdurchschnittlich und brutto 89,05 Euro gezahlt, das sind 26 Cent mehr als gestern und wie von uns in unserer Morgenmeldung vermeldet (mehr hier).

    Da für den nächsten Handelstag, den Freitag, wenig Änderungen zu erwarten sind, sollte etwas Muße bleiben,. Um die Preisentwicklung ab dem 16. Mai der jeweiligen Vorjahre zu betrachten. Hier die Preise seit 2006 und wie sie sich in den kommenden zwei Monaten entwickelten:

    Preis HEL 3.000 Liter am

    Preis

    Entwicklung bis Mitte Juli

    16.05.2012

    89,05 €

    ???

    16.05.2011

    81,43 €

    Um 3,20 Euro gestiegen

    16.05.2010

    69,87 €

    Um 3,00 Euro gesunken

    16.05.2009

    51,43 €

    Um 0,50 Euro gestiegen

    16.05.2008

    91,98 €

    Um 2,20 Euro gestiegen

    16.05.2007

    57,21 €

    Um 3,80 Euro gestiegen

    16.05.2006

    61,37 €

    Um 4,20 Euro gestiegen

    Eine grafische Darstellung der Preisentwicklung für Heizöl EL und Heizöl EL schwefelarm finden Sie hier.

  • ADAC: Entspannung an den Zapfsäulen

    MÜNCHEN. - Sprit ist günstiger geworden. Ein Liter Super E10 kostet zurzeit im bundesweiten Schnitt 1,585 Euro, das sind zwei Cent weniger als vor Wochenfrist. Diesel verbilligte sich um 2,3 Cent auf 1,442 Euro. Das zeigt die Online-Datenbank des ADAC unter www.adac.de/tanken. Kurzurlaubern rät der ADAC angesichts der Preisschwankungen sich vor dem Tanken darüber zu informieren, wo der Kraftstoff am billigsten ist. Um zu sparen, sollten die Autofahrer nicht erst dann an die Zapfsäule fahren, wenn der Tank leer ist. Unter www.adac.de/tanken sind detaillierte Informationen zur Preisentwicklung auf dem Kraftstoffmarkt nachzulesen.